Ein Fräskopf im Studio

Hallo liebe Blogfreunde und Produktfotofans,

 

dieses Mal geht es um ein Präzisionswerkzeug das ich zum Fotografieren

freundlicherweise von der Firma Ceratizit zur Verfügen gestellt bekommen

habe. Das Stück besteht aus Edelstahl, also hoch reflektierend, ist rund und

etwa 12cm lang. Also alles Eigenschaften die ein Produktfotograf liebt. Ich

wollte es so fotografieren daß es möglichst räumlich wirkt und natürlich von

vorne bis hintern scharf abgebildet ist und schon freigestellt aus der Kamera

kommt.

Gesamtübersicht Setup
Gesamtübersicht Setup
Detail Setup
Detail Setup

Ich habe das Objekt auf eine diffuse Plexiglasscheibe gelegt. Darunter seht Ihr

einen Studioblitz mit einer Softbox. Vorne und hinten habe ich mit schwarzem

Karton abgedeckt um Streulicht zu reduzieren.

 

Darüber seht Ihr einen Diffusor montiert der von oben mit einem zweiten Spot

durchleuchtet wird. Um in den Fräskranz mehr Licht zu bringen habe ich noch

einen dritten kleinen Diffusor mit Spot installiert.

 

Die Belichtung habe ich auf die Acrylplatte abgestimmt, dann den Spot darüber

langsam aufgedreht und zum Schluß den dritten Spot dazugemischt. So lange

bis die Gesamtbelichtung ausbalanziert war. Der schwarze Streifen, gut sichtbar

seitlich auf dem Fräskopf, entsteht in diesem "Lichtsandwich" durch das rings-

herum abgedunkelt Studio.

 

Die Werte habe ich auf die Kamera übertragen. Dann habe ich die Kamera vom

Computer abgekoppelt. Manuell mit der LiveView-Lupe mit der Einstellschiene

auf den Nahpunkt und auf den Fernpunkt scharfgestellt. Das ergab auf meiner

Einstellschiene 6,5cm Differenz. Das habe ich auf 14 Fotos aufgeteilt. Das ergab

etwa 5mm Abstand von Bild zu Bild. Dann mit Kabelfernauslöser und LiveView

die Fotos geschossen.

 

Die RAW-Dateien dann direkt in HeliconFokus geladen hat die Software fehlerlos

den Stack gerechnet. Und das macht Spaß Freunde.

 

Hier zeige ich noch zwei Fotos, einmal das Bild aus der Kamera und das fertige

Bild.

unbearbeitet
unbearbeitet
fertiges bild
fertiges bild

Die Nachbearbeitung war dann keine Hexerei mehr. Tonwerte abstimmen, Farbkorrektur und retuschieren. Das hat mir wieder gezeigt: Was man beim

Fotografieren schon erledigen kann spart enorm Zeit bei der Nachbearbeitung.

 

Danke nochmal für Eure Aufmerksamkeit und Euer Interesse.

 

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